Nachhaltige Anlagen als lohnenswert eingestuft
Nachhaltige Anlagen, das klingt im ersten Moment nach einem ganz neuen, hippen Trend an den Märkten. Der Umweltschutz ist schließlich „in“, jeder bemüht sich darum und in jeder Branche versucht man, etwas dafür zu tun. Da klingen so genannte grüne Anlagen erst einmal nach einer weiteren Ausgeburt dieses Trends. So ganz stimmt das aber nicht. Zwar steigt die Beliebtheit grüner, oder nachhaltiger Anlagen gerade derzeit immer stärker an, aber eine Neuigkeit auf dem Markt ist diese im Grunde nicht. Denn seit über dreißig Jahren ist schon festzustellen, dass man mit nachhaltigen Anlagen anständige Renditen erreichen kann.
Bei der derzeit doch etwas schwierigen Lage an den Märkten fällt es vielen Anlegern nicht gerade leicht, sich für die richtige Investition zu entscheiden. Das weiß auch Jürg Zeltner, CEO beim UBS Wealth Management: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions - und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.“ Viele Anleger stehen dem Thema nachhaltige Anlagen zuerst einmal skeptisch gegenüber. Viele befürchten, dass die Rendite schmal ausfällt, da der Anlagehorizont eingeschränkt ist. Doch an sich kann man die so genannten grünen Anlagen, die sowohl ökologischer als auch sozial orientierter Natur sein können, als absolut lohnenswert einstufen.
So wie durch mehrere Studien in diesem Jahr bekannt wurde, können Investoren, die in nachhaltige Anlagen investieren, über fast fünf Jahre ihre Renditen um 1,6 Prozent im Jahr erhöhen. Zu diesen Anlagen gehören vor allem Firmen mit überdurchschnittlichen Ratings zu Umwelt- oder Sozialleistungen. Auch Aktien mit hohem Nachhaltigkeitswert schnitten in den vergangenen Jahren besser ab als andere, teilweise sogar um bis zu 20 Prozent. Zwar bekamen die Nachhaltigkeitsindizes bei den Einbrüchen an den Börsen vor kurzem ebenfalls ihr Fett weg, doch in keinem Falle litten sie mehr unter den Schwankungen am Markt als andere Indizes. Teilweise kamen sie sogar noch besser davon. Man kann also schon mit gutem Gewissen behaupten, dass nachhaltige Anlagen eine gute Investition für die Zukunft sein werden.
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